Instrumentierte SpondylodeseWirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
. (Wirbelsäulenversteifung)
Historisch gesehen, entwickelte sich eine Vielzahl von ventralen (vorderen) sowie dorsalen (hinteren) Operationsmethoden. Nach der Lösung von Verwachsungen, Eröffnung der kleinen Wirbelgelenke (diese sind häufig miteinander verklebt) und teilweisen Bandscheibenentfernung (nur bei ventraler OPOperation) wird zunächst die Skoliose über das eingebrachte Material korrigiert und stabilisiert. Ziel ist die schnelle Knochenheilung (Versteifung) im Korrekturbereich. Früher, als es noch keine Implantate gab, mussten die Patienten bis zur knöchernen Ausheilung Gipse oder Korsette bis zu 6 Monaten tragen.
Der Unterschied der einzelnen Implantate liegt insbesondere in ihrem Handling bei der OPOperation und der Stabilität der Verankerung bzw. Korrektur. Stab- und Schraubenbrüche aus früheren Jahren kommen heute, dank Titanlegierungen und besseren Spondylodesen (meist Anlagerung von Knochen), fast gar nicht mehr vor.
Mittlerweile ist sowohl die dorsale als die ventrale Fixation (meist Doppelstabsysteme) längst zum Standard geworden. Bei beiden Verfahren sollte die optimale Korrektur der Verkrümmung bei möglichst kurzer Versteifungsstrecke im Vordergrund stehen, um so noch ausreichend Restbeweglichkeit in den angrenzenden Wirbelsäulenabschnitten zu ermöglichen.
*Abb(?)*
Ganz grob gesagt, korrigiert man Skoliosen der Brustwirbelsäule vorwiegend von hinten (dorsalzum Rücken hin gerichtet). Hier kommt als Goldstandard die primärstabile Doppelstabinstrumentation zum Einsatz.
Verkrümmungen der Lendenwirbelsäule sind häufig mit starker Verdrehung der Wirbel verbunden. Über einen vorderen (eigentlich seitlichen) ventralen Zugang kann die verdrehte WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
wieder derotiert (zurückgedreht) werden. Außerdem kann das Seitprofil (Lendenkrümmung = LordoseDie Lordose ist eine bauchwärts gerichtete Krümmung der Wirbelsäule (Hohlkreuz).) wieder sehr schön rekonstruiert werden. Sowohl Ein- als auch Doppelstabsysteme sind verfügbar.
Abweichungen von der genannten Regel sind nicht selten und z.T. vom Operateur, Klinik und anderen Faktoren abhängig. Vor einer geplanten OPOperation sollte man sich die Einzelheiten des Vorgehens genau erläutern lassen. Bei kombinierten Verkrümungen Brust- und Lendenwirbelsäule, erfolgt üblicherweise zunächst die ventrale Korrektur (Ventrale Derotations SpondylodeseWirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
.) und im Zeitintervall (meist einige Tage) die dorsale SpondylodeseWirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
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Zielstellung der OPOperation ist eine gute Korrektur der Krümmung, eine adäquate DerotationEntdrehung und deren Sichere Fixierung. Korsette nach der OPOperation sind nur in speziellen Fällen notwendig. Insbesondere das noch ab und zu verwendete ZIELKE-SYSTEM erfordert eine etwa vierteljährliche Korsettversorgung, da die Gewindestäbe nicht ausreichend stabil sind.
*Abb.: Patientin mit Z.n. VDS und im Röntgen nachgewiesenem Stabbruch ohne Beschwerden (Knochen ist bereits versteift)*
Nach etwa 3-6 Monaten geht man davon aus, dass die Wirbel über Knochenbrücken versteift sind. Eigentlich wären die Implantate aus Metall jetzt überflüssig, es hat sich jedoch gezeigt, dass der Knochen plastisch verformbar ist und somit eine erneute langsame Verbiegung ohne Metall auftreten kann. Das bedeutet, dass Metallentfernungen nach Skoliose OPOperation lediglich in Sonderfällen (Infekte, Unverträglichkeiten) durchgeführt werden.
Ventrale Derotations SpondylodeseWirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
. (VDS)
(…) Über eine spezielles Derotationssystem (langer Hebel) wurde eine sehr gute Korrektur der verdrehten Wirbel möglich. Durch die Einlage von Rippenstückchen in die Bandscheibenfächer wird die Lendenlordose wieder schön hergestellt und die Knochenheilung gefördert. Die konvexseitige Kompression der Verkrümmung verkürzt die WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
im instrumentierte Abschnitt, wo durch das neurologische Risiko gegenüber den dorsalen Verfahren deutlich geringer ausfällt.
*Abb.: VDS schematisch. Nachdem die Schrauben in die Wirbel eingedreht wurden, wird der gebogene Stab eingelegt und um 90° gedreht. Abschließend werden die Wirbel von oben und unten zur Mitte hin verspannt und fixiert. (Abb. aus Hefti, Kinderorthopädie in der Praxis)*
*Abb.: verschiedene Implantate als Beispiel*
*Abb.: Beispiel für eine ventrale Korrektur bei einem 16jährigen Mädchen.
(jeweils links vor, rechts nach der OPOperation)*
Dors(olater)ale SpondylodeseWirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
.
Historie:
Harrington entwickelte die Technik der dorsalen SpondylodeseWirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der WirbelsäuleDie Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt.
Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur.
Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus:
7 Halswirbeln (vertebrae cervicales)
12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae)
5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales)
5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. (os sacrumKreuzbeindas Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.) verschmelzen
4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
. von Hibbs (Hibbs 1921 mit Hilfe seines Instrumentariums weiter (Harrington 1962). Primär wurden Haken und ein Distraktionsstab auf der Konkavseite der Skoliose eingebracht, die dann durch einen Kompressionsstab auf der konvexen Seite ergänzt wurden. Dieses Instrumentarium bewirkte Korrektur und anteilige Stabilisierung bis zum Ausheilen der eingebrachten Knochenspäne. Durch die Rigidität der Stäbe bestand eine Schwierigkeit in der Korrektur des Sagittalprofils, aus der eine Hypokyphose und ein Flachrücken resultieren konnten. Ein weiterer entscheidender Nachteil bestand in der langen postoperativen Immobilisation der Patienten in Korsetten, da sonst die Gefahr von Hakenausrissen und Stabbrüchen bestand.
Luque (Luque 1982) führte die nach ihm benannten Stäbe, die ohne Haken verankert wurden sowie die segmentale Verdrahtung ein. Dadurch erfolgt die Korrektur nicht nur durch longitudonale, sondern auch über transversale Kräfte. Es findet eine DerotationEntdrehung statt und die Stabilität wird erhöht. Die Luque Stäbe konnten sich nicht durchsetzen, die segmentale Verdrahtung findet sich heute in Kombination mit distrahierenden Stäben als Harrington-Luque-Verfahren.
Von Cotrel und Dubousset wurde ein verbessertes Instrumentarium entwickelt (Dubousset et al. 1989), das eine dreidimensionale Krümmungskorrektur und stabile Fixation durch viele Haken und transpedikulärer Schrauben ermöglicht. An der Konkavseite der Krümmung werden mehrere Haken gesetzt und danach ein Stab, der die Krümmung nachahmt, angebracht. Der Stab wird um 90° nach dorsalzum Rücken hin gerichtet gedreht und in eine Kyphosenach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule überführt. Dadurch wird gleichzeitig die Skoliose reduziert, die Kyphosenach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule vermehrt und derotiert. Weiterhin wird ein Distraktionsstab auf der konvexen Seite angebracht und komprimiert. Die beiden Stäbe werden durch Querverbinder verbunden. Diese Methode findet eine besondere Indikation bei Vorliegen einer thorakalen Hypokyphose, was bei den meisten Skoliosen der Fall ist (Flachrücken). Der wesentliche Vorteil der Operationsmethode besteht darin, daß durch die selektive Besetzung strategisch wichtiger Wirbelkörper Korrekturen in erheblichem Maße durchgeführt werden können. Durch die endseitige Fixierung der Instrumentationsstrecken und die segmentale Verspannung der Stäbe ensteht eine stabile Rahmenkonstruktion, die eine korsettfreie Nachbehandlung ermöglicht.
Das Universal Spine System (USS) wird mit einer Translokationstechnik angewendet. Es besteht aus Querverbindern, Schrauben und Haken mit seitlicher Öffnung, die an Stangen aus Titan oder rostfreiem Stahl befestigt sind und dann an jeder beliebigen Stelle fixiert werden können. Ein Fixationsstab, der in seiner Form mit der thorakalen Kyphosenach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule korrespondiert, wird an der Konkavseite der Krümmung in seiner Endposition eingebracht und z.B. am kaudalen Endwirbel der Krümmung fixiert. Dann werden auf der konkaven Seite Pedikelhaken angebracht. Durch ein spezielles Repositionsinstrument werden die Haken und somit die entsprechenden Wirbel durch dorsale und transversale Traktion zum Fixationsstab gezogen und dort befestigt. Ein weiterer Fixationsstab auf der Konvexseite sowie Querverbinder werden eingebracht. Dadurch sollen nicht nur eine Korrektur der Krümmung und DerotationEntdrehung erzielt werden, sondern auch eine bessere Stabilität bzw. knöcherne Fixierung, aus der dann eine bessere Fusion und somit verbesserte Korrekturergebnisse resultieren. Die Durchführung des Stabrotationsverfahrens ist technisch ebenso mit sehr guten Ergebnissen möglich. (Promotionsarbeit S. Halbhübner)