• Empfehlung:

    Gaby Haltenhoff-Hinrichs unterhält ein Forum zum Thema Skoliose OP:
    www.skoliose-op.info

  • Indikation zur Skoliose OP

    Eine operative Korrektur  ist bei einem Krümmungswinkel von mehr als 40° und einer zu erwartenden Progredienz unter Berücksichtigung aller Risikofaktoren angezeigt. Die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Voranschreitens der Krümmung ist im jüngeren Alter und großem Winkel deutlich gesteigert.

    Aber auch nach Wachstumsabschluss kann es ja nach Befund und Höhe des Scheitelwirbels bei idiopathischen Skoliosen zu einer  Verschlimmerung kommen. Daraus ergibt sich als Ziel der konservativen Therapie, eine möglichst geringe Restkrümmung nach Korsettabschulung (mgl. unter 20-30° Cobb-Winkel) zu erreichen.

    Sollte es also trotz intensiver konservativer Behandlung (Korsett, KG nach Schroth, Sporttherapie) zu einer kontinuierlichen Zunahme der Skoliose kommen, ergibt sich die Notwendigkeit der Operation. Dies geschieht im wesentlichen unter dem Aspekt, dass bei starken Skoliosen die Belüftung der Lungen deutlich eingeschränkt sein kann. Weiterhin wird die Funktion des Herzens und die der anderen inneren Organe durch Kompression beeinträchtigt.  Schmerzen im höheren Alter durch statische Fehlbelastung insbesondere im Lendenwirbelbereich und mechanischen Kontakt der Rippen auf dem Beckenkamm sind weitere Aspekte, die für eine rechtzeitige Operation sprechen. Die Gefahr von Bandscheibenvorfällen (die ja im eigentlichen Sinne als physiologische Alterserscheinung gewertet werden können) ist im Vergleich zur Normalbevölkerung nicht erhöht.

    Andere  individuelle Aspekte, die zu einer Zunahme der Skoliose führen können. wie die mangelnde Compliance beim Tragen des Korsetts und unzureichende Eigenübungen sollen hier nicht weiter erörtert werden. Sie spielen aber heutzutage eine nicht unerhebliche  Rolle, gerade unter Berücksichtigung der immer besser werdenden Ergebnisse nach  Korsettbehandlung.

    Heutzutage sind die Möglichkeiten der operativen Korrektur sehr vielfältig geworden, und es steht eine Reihe von ventralen sowie dorsalen Spondylodesemethoden zur Verfügung.

    Bei sehr starken Verkrümmungen (>80° Cobb-Winkel) sollte eine Vordehnung der Wirbelsäule (b. Bed. in Kombination mit operativer Lösung von Verwachsungen) wie z.B. die Halo-Extension durchgeführt werden.

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