Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine ganzheitlich manuelle Methode, die die verschiedenen Körpersysteme miteinander  in Einklang bringt und die Selbstheilungskräfte des Körpers stärkt.

Geschichte der Osteopathie

Die Behandlungsform der Osteopathie wurde begründet von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (geb. 1828), der nach ausgiebigen Studien erkannte, dass für die Heilung eines Leidens (griech. Pathos) die Ver- und Entsorgung des betroffen Gewebes von großer Bedeutung ist. Hierbei arbeitete er häufig mit Manipulationen an der Wirbelsäule, um durch Mobilisierung des Knochens (griech. Osteon) auch Nerven, Gefäße und Lymphbahnen positiv zu beeinflussen und so die Selbstheilungskräfte des Körpers zu fördern.1892 gründete er in Kirksville (Missouri) die american school of osteopathie.

1917 brachte sein Schüler John Martin Littlejohn die Osteopathie nach England und gründete dort die erste europäische Osteopathieschule.
1939 W.Garner Sutherland erweitert die Osteopathie um den Bereich der cranio-sacralen Therapie. Er entdeckt eine zarte pulsierende Bewegung, den primär- respiratorischen Impuls. Eine Bewegung, die vermutlich durch die Ausschüttung des Gehirnwassers (Liquor) ausgelöst ist.
In den 80 er Jahren begründen Jean Pierre Barrall und Jaques Weinschenk die Visceralosteopathie (mit der die Organfunktion positiv beeinflusst werden kann).

Die Grundprinzipien der Osteopathie wurden von Andrew T. Still aufgestellt und haben bis heute ihre Gültigkeit behalten:

  • Der Körper ist eine Einheit
  • Struktur und Funktion bedingen sich
  • Leben ist Bewegung
  • Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte

Der /die Osteopath/in stützt sich auf fundierte anatomische und physiologische Kenntnisse und arbeitet daher nicht nur lokal, sondern berücksichtigt neben  Ver- und Entsorgung auch andere Wechselwirkungen im Körper. Die Förderung der Mobilität ist in der Behandlung besonders wichtig. Hierbei werden z.B. folgende Techniken eingesetzt:

  • Knochen-Muskelsystem: Muskelenergietechniken, Manipulationen, Muskeldehnungen
  • Organsystem: Zirkulationsverbessernde Maßnahmen, T. um die Gleitfähigkeit der Organe anzuregen, Stimulation der Eigenbewegung der Organe
  • Nervensystem: Feinsinnige Techniken zur Mobilisation z.B. im Bereich der Schädels, seiner Membranen, des Kreuzbeins.

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