Osteoporose

Unter Osteoporose wird eine Skeletterkrankung verstanden, bei der das Gleichgewicht der Knochenregeneration gestört ist.

Knochenbrüchigkeit

Normalerweise wird altes Knochengewebe ständig abgebaut, und gleichzeitig neues wieder gebildet. Das Knochengewebe gibt den Knochen ihre Form (Matrix), in die sich die Mineralstoffe Calcium und Phophat einlagern. Diese wiederum machen den Knochen hart und dicht.

Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Calcitonin lagern Calcium in den Knochen ein. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse dagegen löst es aus den Knochen heraus. Gesteuert wird die Bildung und Wirkung dieser “Knochenhormone” von den Geschlechtshormonen Estrogen und Testosteron.

Bei der Osteoporose ist jedoch dieses Gleichgewicht gestört: es wird mehr abgebaut als neues gebildet werden kann. Es kommt zu einer verminderten Knochendichte. Aus niedrigerer Knochenmasse und einer daraus folgenden Störung der Mikroarchitektur des Knochengewebes resultieren Knochenbrüchigkeit (Fraktur) und steigendes Frakturrisiko.

Mit zunehmendem Alter verlieren alle Menschen an Knochensubstanz. Dadurch wird auch die Knochenstärke negativ beeinflusst. Nach jahrelangem Verlust von Knochengewebe werden die Knochen spröde und können leichter brechen

In erster Linie Frauen

Frauen sind deutlich häufiger (80%) betroffen als Männer (20%). Als Folge der hormonellen Umstellung nach der Menopause der Frau beschleunigt sich ihr Knochenschwund. Deshalb sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren von Osteoporose betroffen.

Zusammenhänge erkennen

Obwohl oft unbeachtet, gibt es eigentlich ein ganz offensichtliches Zeichen, das jedermann vertraut ist: das Nachlassen der Körpergröße. Und doch ist Osteoporose eine Krankheit, die oft sehr lange unbemerkt bleibt und dadurch auch unterschätzt wird.

Klinische Merkmale

Typische Merkmale der Osteoporose sind Brüche der Wirbelkörper, der Oberschenkelhalsbruch sowie Brüche des Handgelenks.
Zu solchen Knochenbrüchen kann es während des Stehens, Laufens oder Sitzens kommen. Sogar im Schlaf kann ein Bruch auftreten. Heben kleinerer Gewichte können dafür verantwortlich sein. Das Risiko einer Fraktur nimmt zu, wenn man schon einmal einen Bruch hatte.
Ein weiteres typisches Merkmal der Osteoporose ist die Verformung der Wirbelsäule, die zum “krummen Rücken” (Buckel) älterer Frauen führt. Dadurch kann sogar die Atmungsfunktion negativ beeinträchtigt sein.

Wann zum Arzt?

Frauen mit einem erhöhten Risiko für Knochenschwund sollten mit ihrem Arzt über ihre Knochengesundheit sprechen.

Informationsmangel

Einer der wichtigsten Gründe der unbehandelten Osteoporose ist der Informationsmangel resp. die Sorglosigkeit. Informieren Sie sich deshalb über das Krankheitsbild und moderne Therapiemöglichkeiten.

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