Matratze

Skoliose-Patienten wird eher eine weichere Matratze empfohlen, da der Körper z. B. im Schulter- und Hüftbereich besser in die Matratze einsinken kann. Bei zu harten Matratze ist der Gegendruck durch die Hohe Matratzen-Festigkeit zu hart. Eine konkrete Empfehlung zum Härtegrad lässt sich jedoch nicht allgemein formulieren, da zu viele individuelle Faktoren – z. B. Schlafgewohnheiten (Bauch-, Seiten- Rückenlage), Körpergröße, Körpergewicht, etc. -  eine Rolle spielen. Nachfolgende Tipps geben Ihnen eine Orientierung worauf es beim Matratzenkauf ankommt.

Heute ist Synthetik Triumph und zwar zunehmend. Schaumstoff läuft in Sachen Elastizität und damit Liegequalität den meisten Federkernmatratzen den Rang ab, stellt Dr. F. Heidinger vom Ergonomie Institut München fest. Und dem Naturprodukt Latex sind sie in dieser Hinsicht zumindest ebenbürtig und dazu preislich im Durchschnitt attraktiver.  Auf Schaumstoffmatratzen liegt es sich meist bequem …

Entscheidend dafür wie gut der Körper liegt, ist die Elastizität der Matratze. Sie bestimmt wie die Wirbelsäule in Rücken– und Seitenlage möglichst entspannt liegt. Wie elastisch eine Matratze ist, ergibt sich durch ein Zusammenspiel mehrere Funktionen, die da wären: Feder-, Biege-, und Punktelastizität, Schulterzonenwirkung und Körperzonenunterstützung.

Die Federelastizität definiert die Härte einer Matratze, also die Fähigkeit, sich größeren Flächen wie Becken oder Rücken anzupassen und damit stützend zu wirken. In die Bewertung fließt diese Eigenschaft nicht mit ein, da es sich nicht um ein Qualitäts- sondern um ein beschreibendes Merkmal sowie eine Geschmacksache handelt. Generell gilt: Weichere Matratzen eignen sich eher für kleinere und leichte, härtere dagegen für große und schwere Menschen.

Die Biegeelastizität liefert eine Aussage zur Verformbarkeit einer Matratze. Sie spielt dann eine große Rolle, wenn eine Matratze auf einem flexiblen Lattenrost liegt.

Die Punktelastizität wiederum zeigt an, wie sich die Matratzenoberfläche auf die Druckentlastung auswirkt. Je punktelastischer eine Matratze, desto niedriger der Druck auf das Hautgewebe. Das wirkt positiv auf die Durchblutung aus und führt dazu, dass sich der Schlafende weniger umdreht und somit ruhiger schläft. …

Wichtig für die Liegequalität sind auch Schulterzonenwirkung und Körperzonenstützung. Damit die Schulter in Seitenlage tief genug einsinken kann, sollte eine Matratze in diesem Bereich etwas weicher sein. Gleichzeitig aber muss sie die Schulter in Rückenlage genügend stützen.

Viele Matratzen besitzen Stoffbezüge, die ihre Elastizität beeinträchtigen. Schon in früheren Test wurde kritisiert, dass ein straff gespannter, unelastischer, vielfach versteppter Bezug den Matratzenkern erheblich verhärten kann.

Der Besuch auf den Webseiten der Verbraucher-Webseiten (ÖKO-Test oder Stiftung Warentest) vor dem Matratzen-Kauf lohnt sich. Dort finden sie die aktuellen Testergebnisse inkl. Preise – es gibt beachtliche Preisunterschiede bei ähnlicher Qualität, vergleichen lohnt sich also!

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