Glossar

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AHB, Anschlussheilbehandlung - Normalerweise wird AHB nahtlos an eine Behandlung im Krankenhaus oder Operation durchgeführt.
Akupressur - Akupressur ist eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin. Sie wirkt durch sanften Druck und eine Massagetechnik auf verschiede von der Akupunktur bekannten Punkte.
Akupunktur - Lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen (chin. 針砭, zhēn biān); ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden in die so genannten Akupunkturpunkte Nadeln gestochen. Eine andere Methode besteht in der Erwärmung der Punkte, was auch als Moxibustion bezeichnet wird. Bei dieser aus China und Japan stammende Heilbehandlung sollen durch Einstiche mit feinen Nadeln in bestimmte Hautstellen Schmerzen oder Beschwerden beinflusst werden. Akupunktur kann nicht heilen, was geschädigt oder gar zerstört ist.
Analgetika - Schmerzmittel
Anamnese - griech. anamnesis = Erinnerung; Entstehung und Vorgeschichte einer Krankheit. Die Anamnese ist ein diagnostisches Hilfsmittel. Im Arzt-Patienten-Gespräch wird die Vorgeschichte der Erkrankung ermittelt.
Anatomie - Aufbau und Struktur des menschlichen Körpers und seine Organe.
anterior - vordere/vorn liegend = ventral.
Arthrose - Erkrankung eines Gelenks. Ausgangspunkt jeder Arthrose ist ein Knorpelschaden, dessen Ursache sehr vielfältig sein kann: eine angeborene Fehlstellung oder Fehlform des Gelenks, altersbedingte Abnutzung, Unfälle, Überbelastungen, Stoffwechselerkrankungen und Anderes. Der Mensch besitzt etwa 200 Gelenke. Die Arthrose kann grundsätzlich in allen Gelenken auftreten.
Bandscheibe - Die Bandscheiben liegen zwischen zwei Wirbelkörpern im Bereich der Hals, Brust und Lendenwirbelsäule. Sie sind durch ein vorderes und ein hinteres Längsband fest mit den Wirbelkörpern verbunden. Die Bandscheibe selber besteht aus hintereinander geschichteten ringförmigen Faserstrukturen - ähnlich einer Zwiebel -, in deren Mitte sich ein zentral gelegener weicher Gallertkern befindet. Dieser weist einen hohen Quelldruck auf, der im Laufe des Lebens geringer wird.
Bandscheibenvorfall - Verschiebung, Vorfall des inneren Gallertkerns einer Bandscheibe, den man je nach Schweregrad in drei Stadien einteilt. 1. Vorwölbung (=Protrusion): flache Vorwölbung der Bandscheibe in Richtung Rückenmarkkanal (rückbildungsfähig) 2. Vorfall (=Prolaps): pralle Vorwölbung der Bandscheibe ( und des hinteren Längsbandes) in den Rückenmarkkanal (bedingt rückbildungsfähig). 3. Sequester: Hier befindet sich herausgequetschtes Bandscheibengewebe frei im Rückenmarkkanal ohne Kontakt zur Bandscheibe (nicht rückbildungsfähig).
Beckenkamm - obere Bereich des Beckenknochens
Beckenkippung - Neigung des Beckens nach ventral oder dorsal.
Beckenprominenz - Kommt es infolge der Verschiebung des Körperlots zu einem Überhang auf eine Seite (meist links), so wird das Becken auf der gegenüberliegenden Seite herausgeschoben. Das Becken zeigt sich auf dieser Seite „prominent“.
Beckenschiefstand - In der Regel eine angeborene oder während der Kindheit erworbene Anomalie. Ursache können Beinlängenunterschiede (s.u.), Blockierungen oder muskuläre Spannungen (z.B. im Rückenbereich) sein.
Beckentorsion - Drehung des Beckens auf eine Seite um eine gedachte Achse im Raum. Ursache sind meist muskuläre Spannungsphänomene.
Beckenverwringung - wird auch Sakroiliakalverschiebung genannt. Dabei handelt es sich um eine Verdrehung des Beckens in sich. Es besteht eine Asymmetrie der Beckenpunkte. Der hintere Darmbeinstachel (SIPS) steht auf einer Seite höher als der andere. Auf dieser Seite steht der vordere Darmbeinstachel (SIAS) tiefer. Bei ungenauer Untersuchung kann und wird er häufig mit einem Beckenschiefstand verwechselt. Ursache sind meist muskuläre Spannungsphänomene, wie sie häufig bei Skoliosen auftreten.
Beinlängendifferenz - Bei einer Beinlängendifferenz handelt es sich um unterschiedlich lange Beine.
Bending-Aufnahme - Diese Röntgenaufnahmen werden auch Umkrümmungsaufnahmen genannt. Am stehenden Patienten wird die verkrümmte Wirbelsäule durch Neigung nach links und rechts umgekrümmt bzw. ausgegradet. Dadurch kann die Starrheit/Flexibilität der Wirbelsäulenverkrümmung genauer bestimmt werden.
Bertolotti Syndrom - Ein Bertolotti Syndrom ist eine Ischialgie durch Nervenkompression infolge Sakralisation des 5. Lendenwirbels in Verbindung mit einer Skoliose.
Blockwirbel - Verschmelzung von zwei oder mehr Wirbelkörpern.
Bobath - Ganzheitliches Konzept zur Behandlung von Menschen mit cerebralen Bewegungsstörungen, das von Berta und Karel Bobath entwickelt wurde. Es umfaßt Maßnahmen der Physiotherapie, der Ergotherapie und der Logopädie.
BWS (Brustwirbelsäule) - Der längste, normalerweise aus 12 Brustwirbeln bestehende mittlere Abschnitt der Wirbelsäule (Symbolbezeichnung TH1 bis TH12). Jeder der Brustwirbel ist mit einem Rippenpaar verbunden. Diese Wirbel sind weniger beweglich und dadurch in der Lage in Verbindung mit den Rippen des Brustkorbs, die im Brustraum befindlichen Organe gut zu schützen.
CDI - Cotrel-Dubousset-Instrumentarium (Implantatsystem)
cervikal - die Halswirbelsäule betreffend
COBB-Winkel - Die Winkelmessung nach COBB ist ein Maß für die Stärke einer Wirbelsäulenkrümmung. Die beiden am stärksten gekippten Wirbel oberhalb und unterhalb eines Wirbelsäulenbogens werden Neutralwirbel genannt. Der Winkel zwischen den beiden Neutralwinkeln wird gemessen.
Compliance - (engl. Befolgung) - kooperatives Verhalten, Akzeptanz und Einhaltung der vom Arzt oder Therapeuten vorgeschlagenen Therapie Positiv wird die Compliance beeinflusst, wenn der Patient - über die Erkrankung aufgeklärt ist, er erkennt die Ernsthaftigkeit und ist von seiner Krankheitsanfälligkeit überzeugt - seinem Arzt/Therapeuten vertraut und an die Wirksamkeit der Therapie glaubt - mit der medizinischen Betreuung (Ärzte, Therapeuten) zufrieden ist - von seinen Angehörigen in der Einhaltung der therapeutischen Maßnahmen Unterstützung erfährt
congenital - angeboren
Costothoracoplastik - Korrektur des verformten Brustkorbes (z.B. durch Rippenbuckelresektion, Rippentalanhebung)
Craniosacral-Therapie - Die Craniosacral-Therapie (engl. cranio-sacral: Schädel-Kreuzbein) ist eine alternativmedizinische Therapieform, die in der Osteopathie sein Ursprung hat. Bei diesem manuellen Verfahren werden Handgriffe hauptsächlich im Bereich des Schädels und des Kreuzbeins ausgeübt. Die Methode wird eingesetzt u.a. bei Störungen und Blockaden im Bewegungssystem und bei chronischen Schmerzen.
CT - (Computertomographie) bildgebendes Verfahren, Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen, um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen.
Degeneration - Abnutzung, Verschleiß
Derotation - Entdrehung
dexter - rechts
Diagnose - Erkennen einer Krankheit und ihre Benennung mit dem entsprechenden wissenschaftlichen Ausdruck.
Diagnostik - Methoden oder Maßnahmen, die der Erkennung und Benennung einer Krankheit oder Verletzung dienen. Absicht der Diagnostik ist die Stellung einer Diagnose, die als Grundlage für z. B.. therapeutische Entscheidungen dienen kann.
DMS - Durchblutung, Motorik und Sensibilität
Dornfortsatz - (lat. Processus spinosus )- Teil des Wirbelkörpers, der durch die Haut tast- und sichtbar ist.
dorsal - zum Rücken hin gerichtet
Dorsalgie - Rückenschmerzen Mediziner sprechen von Dorsalgie (v. lat. dorsum „Rücken“ und griech. ἄλγος - algos „Schmerz“), oder von Lumbalgie/Lumbago (lat. lumbus = Lende; dt. auch Hexenschuss), wenn die Lenden-Kreuzbeinregion betroffen ist.
DS - Druckschmerz
Dysostose - gestörte Knochenentwicklung, der einer gestörten Entwicklung des Embryos zu Grunde liegt.
EBS - Eigenblutspende -sicherste und risikoärmste Form der Blutübertragung. Vor einer planbaren Operation wird in der Regel mehrmals Blut abgenommen, welches während des operativen Eingriffs wieder zur Verfügung steht. Eigenblutspenden erfolgen mehrere Wochen vor der Operation mit einem Abstand von etwa einer Woche zwischen den einzelnen Spenden. Eigenblutspenden haben eine begrenzte Haltbarkeit. Frühestens 4 Wochen vor der Operation erfolgt daher die erste Konservenentnahme. Maximal 3 weitere Spenden im Abstand von einer Woche sind dann noch möglich allerdings sollte die letzte Entnahme ca. 1 Woche vor der Operation abgeschlossen sein.
ektop - am falschen Ort gelegen.
Ergotherapie - Die Ergotherapie (v. griechisch ἔργον, altgriechische Aussprache érgon, „Werk“, „Arbeit“ und θεραπεία, griech. Aussprache therapeía, „Dienst“, „Behandlung“) ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologischen, neurophysiologischen oder psychosozialen Störungen vom Arzt verschrieben. Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten und Funktionen soll dem Patienten eine möglichst große Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden. Neben geeigneten Übungen soll auch der Einsatz von Hilfsmitteln dazu beitragen, dass die verbleibenden Fähigkeiten angepasst werden und so ein Optimum an Rehabilitation erreicht wird.
Expedium - Doppelstabsystem (Weiterentwicklung des MPDS)
Facettenarthrose - degenerative Veränderung der kleinen Wirbelgelenke
Facettensyndrom - Schmerzen in der Lendengegend infolge verspannter Muskeln und belasteter und übereizter Wirbelgelenke.
FBA - Finger-Boden-Abstand
GdB - Abkürzung für Grad der Behinderung.
GWS - ganze Wirbelsäule
HA - Hausarzt
Halbwirbel - angeborener Defekt/Fehlbildung des Wirbelkörpers. Es entwickelt sich nur der vordere oder hintere bzw. linke oder rechte Teil des Wirbelkörpers. Auf Grund von Halbwirbeln entstehen unterschiedliche Wirbelsäulenverkrümmungen.
Halo (Halo-Fixateur, Halo-Traktion) - Bei einem Halo-Fixateur handelt es sich um ein orthopädisches Gestell zur Fixierung des Kopfes, das aus einer leichten Kunststoff oder Aluminium-Konstruktion besteht. Der Kopfring (sog. Haloring) wird mit kleinen PINS (Schrauben) am Kopf befestigt. Am Kopfring wird dann über ein Seilzugsystem ein kontinuierlich gesteigerter Zug angelegt, um nach einer Lösungsoperationen die nun etwas flexiblere Wirbelsäule schonend strecken zu können (Halo-Traktion).
Halswirbel - Die sieben Halswirbelkörper bilden die Halswirbelsäule. Die beiden oberen Halswirbel unterscheiden sich von den restlichen Wirbeln durch ihre Form. Der erste Wirbel (Atlas) hat die Form eines Ringes und trägt den Kopf. Der zweite Halswirbel (Axis), der einen sogenannten Zahn (Dens) hat, bildet zusammen mit dem Atlas ein Gelenk. Wenn der Kopf seitlich gewendet wird, dreht sich der Atlasring um den Axiszahn.
Hamburger Modell - die stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf nach längerer Krankheit.
Harrington-Methode - Diese Methode kommt nur noch selten bei thorakalen und thoralumbokalen Skoliosen, bei denen die rückwärts gelegenen Wirbelelemente intakt sind, zur Anwendung. Das Rückgrad abschnittsweise zu entdrehen, ist mit diesem Verfahren nicht möglich.
HWS (Halswirbelsäule) - besteht aus 7 Wirbeln (C1-C7) und zeigt als beweglichstes Segment der Wirbelsäule Besonderheiten auf, die schnelle Bewegungen in allen Ebenen ermöglicht.
Hyperkyphose - betrifft in der Regel die BWS, man bezeichnet damit eine verstärkte Wirbelsäulenkrümmung nach hinten - Rundrücken
Hyperlordose - betrifft in der Regel die LWS, man bezeichnet damit eine verstärkte Wirbelsäulenkrümmung nach vorn - Hohlkreuz
HZI - Halm-Zielke-Instrumentarium (primärstabiles Implantat)
idiopathisch - ohne erkennbare Ursache.
Idiopathische Adoleszentenskoliose - tritt ab dem 11. Lebensjahr auf.
IGeL - Individuelle Gesundheitsleistungen , abgekürzt IGeL sind ärztliche Leistungen zu verstehen, die nicht als medizinisch notwendig angesehen werden und daher vom Patienten selbst zu zahlen sind.
Infantile idiopathische Skoliose - Tritt um das 1. bis 3. Lebensjahr auf.
inferior - unten liegend, kaudal.
Inklination - Vorneigen des Oberkörpers (bzw. der Wirbelsäule) und des Kopfes.
Interkostalnerven - Zwischenrippennerven
ipsilateral - auf der gleichen Seite befindlich.
IRENA - Abkürzung für Intensivierte Reha-Nachsorge.
ISG - sich im Beckenring befindliche Darm-Kreuzbein-Gelenk - auch Iliosacralgelenk oder kurz ISG genannt, hat für die Mechanik des Körpers eine besondere Bedeutung, da die gesamte Last des Rumpfes über das Iliosacralgelenk auf die Beine übertragen wird. Dieses Gelenk hat damit entscheidende Bedeutung für die Gesamtkörperhaltung. Das Gelenk hat nur eine geringe Beweglichkeit.
isometrisch - Spannungsänderung eines Muskels bei gleichbleibender Länge, also die Spannung eines Muskels ohne Bewegung.
Juvenile idiopathische Skoliose - tritt um das 4. bis 10. Lebensjahr auf.
KG - Krankengymnastik, Physiotherapie
KH - Krankenhaus
KK - Krankenkasse
Knochendichte - Unter der Knochendichte versteht man das Verhältnis der mineralisierten Knochensubstanz zu einem definierten Knochenvolumen. Die Knochendichte unterliegt zahlreichen hormonellen Einflüssen, u.a. der von Wachstumshormonen, Sexualhormonen und Steroidhormonen. Sie nimmt zunächst im Laufe des Lebens bei Kindern und Jugendlichen kontinuierlich zu. Im Alter zwischen 25 bis 30 Jahren erreicht sie ihren Maximalwert, der auch als "peak bone mass" bezeichnet wird. Dieser Spitzenwert liegt durchschnittlich bei Männern um etwa 30% höher als bei Frauen. Danach wird bei jedem Individuum die Knochenmasse kontinuierlich abgebaut. Nach der Menopause kommt es bei Frauen zu einem rapiden Verlust an Knochenmasse, man spricht von "high turnover". Männer verlieren in diesem Zeitraum bei ohnehin höheren Ausgangswerten deutlich weniger an Knochendichte. Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt eine Osteoporose vor, wenn "die Knochenmineraldichte um 2,5 Standardabweichungen unter dem statistischen Mittelwert gesunder prämenopausaler Frauen liegt".
Knochendichtemessung - Dient der Bestimmung der Knochendichte (s.o.). Die gebräuchlichen Verfahren zur Osteodensitometrie nutzen die dichteabhängige Schwächung von Röntgenstrahlen. Es gibt dedizierte Geräte, die entweder radioaktive Quellen oder Röntgenröhren einsetzen, oder die Untersuchung wird an Computertomographen ausgeführt.
kongenital - Der Begriff kongenital bedeutet angeboren.
konkav - nach innen gewölbt.
kontralateral - auf der gegenüberliegenden Seite befindlich.
konvex - nach Außen gewölbt.
Korsi - Umgangssprache für Korsett
kranial - zum Schädel hin
Kreuzbein - das Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht.
KS - Klopfschmerz
Kyphose - nach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule
Kyphoskoliose - Verbiegung der WS nach seitlich, meist auch nach hinten mit Verdrehung der Wirbelkörper.
lateral - seitlich
Lende - hintere und seitliche Bereich der Bauchwand zwischen letzter Rippe und Darmbeinkamm.
Lendenwirbel - Die fünf Lendenwirbel ermöglichen, dass wir unseren Körper in verschiedene Richtungen beugen, biegen oder drehen können. Besonders bei Kunstturnern lässt sich diese Fähigkeit gut beobachten, wobei sich auch zeigt, wie belastbar der Körper ist. Die Lendenwirbel, die das größte Gewicht zu tragen haben, wenn man steht oder geht, sind von allen Wirbeln am größten und kräftigsten. Sie liegen unterhalb der Brustwirbel und oberhalb der Kreuzbeinwirbel.
Lordose - Die Lordose ist eine bauchwärts gerichtete Krümmung der Wirbelsäule (Hohlkreuz).
Lumbago - Auch bekannt als "Hexenschuss", sind Beschwerden, die durch Reizungen des Rückenmarks ausgelöst werden. Bei dem Betroffenen treten auf einmal intensive Schmerzen im Lendenbereich auf, die auch in den Rücken ausstrahlen können. Ein Bandscheibenvorfall ist die häufige Ursache, die eine Lumbago hervorrufen kann. Wenn der Ischiasnerv betroffen ist, spricht man von Ischalgien.
lumbal - zu den Lenden gehörend bzw. die Lenden betreffend
Lumbalisation - Bei der Lumbalisation wird der 1. Sakralwirbel in die Lendenwirbelsäule integriert, es resultiert ein funktioneller 6. Lendenwirbel. Die Variante mit sechs Lendenwirbeln tritt bei 1,8%25 der Bevölkerung auf.
lumbosakral - Übergang der LWS zum Becken
LWS (Lendenwirbelsäule) - Der von – normalerweise 5 – Lendenwirbeln gebildete untere Wirbelsäulen-Abschnitt (zwischen BWS u. Kreuzbein) mit physiologisch nach vorn gewölbter (= ventral-konvexer) Krümmung (Lordose). – Die Wirbel werden mit dem Symbol L (L1 bis L5) bezeichnet.
medial - zur Mitte hin gelegen
median - In der Mitte gelegen
Morbus Scheuermann - Die Scheuermann-Krankheit, auch Morbus Scheuermann (M. Scheuermann), Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose, ist eine Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule, welche zu einer schmerzhaften Fehlhaltung führen kann.
MRT - Die Begriffe Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) und Kernspintomografie (KST) sind verschiedene Bezeichnungen für ein- und dasselbe Verfahren. Mit dem Begriff Tomographie ist eine Darstellung in Schichten gemeint. Mit der MRT kann man mittels eines großen Magneten Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben.
MTT - (Medizinische Trainingstherapie) spezielles Muskeltraining an Geräten mit dem Ziel, die Beweglichkeit der Gelenke und die Ausdauer zu trainieren.
Muskelrelaxanzien - Sind Arzneistoffe, die zur Muskelerschlaffung führen. Sie werden vor allem bei größeren Operationen eingesetzt, um die nicht bewusst steuerbaren Muskelbewegungen einzuschränken oder ganz zu unterbinden. Weitere Anwendungsgebiete sind aber u.a Rückenschmerzen wie Lumbalgien.
Muskeltonus - Spannungszustand des Muskels
Myelographie - Bei einer Myelographie wird durch eine dünne Nadel Kontrastmittel zwischen zwei der drei Rückenmarkshüllen (Rückenmarkshäute) injiziert. Der Raum zwischen Dura mater und Arachnoidea (=Subarachnoidalraum) wir dabei mit Kontrastmittel gefüllt. Über anschließend angefertigte Röntgenaufnahmen lassen sich Informationen über Einengungen der Nervenstrukturen bei verschiedenen Körperhaltungen gewinnen.
Narbenpflege - Mit dem Begriff Narbenpflege ist die Beeinflussung des neugebildeten Gewebes gemeint, das sich aufgrund der Wundheilung nach einer Operation bildet. Wenn sich das Ersatzgewebe in der Höhe über die umgebende Haut entwickelt, spricht man von einer überschießenden Narbenbildung oder auch einer hypertrophen Narbe. Liegt es darunter spricht man von einer mangelnden Narbenbildung bzw. einer atrophen Narbe.
neuromuskulär - Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur.
OP - Operation
Orthese - nach biomechanischen Gesichtspunkten gefertigtes Apparat, z. B. für den Rücken. Orthesen können wachstumslenkend (Korsetts), entlastend, führend oder abstützend, aktiv oder passiv eingesetzt werden.
Orthopäde - Facharzt auf dem Gebiet der Orthopädie
Orthopädie - ein sehr umfangreiches medizinisches Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen) befasst. Auf Grund des dafür erforderlichen spezifischen Wissens und Könnens gibt es den Facharzt für Orthopädie. Teilweise überschneidet sich das Aufgabengebiet des Orthopäden mit dem des Chirurgen. Neuerdings ist der Facharzt mit dem für Unfallchirurgie als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie kombiniert.
Osteologie - Lehre vom Knochen, die den Aufbau, Struktur und funktionelle Anatomie beinhaltet.
Osteopathie - Osteopathie ist eine ganzheitlich manuelle Methode, die die verschiedenen Körpersysteme miteinander in Einklang bringt und die Selbstheilungskräfte des Körpers stärkt .
Osteoporose - Skeletterkrankung, bei der das Gleichgewicht der Knochenregeneration gestört ist. (siehe auch Knochendichte)
OT - Orthopädietechniker
paramedian - neben der Mitte gelegen
paravertebrale Muskulatur - Muskulatur neben der Wirbelsäule
Pat. - Abkürzung für Patient
persistierend - anhaltend, fortbestehend
posterior - hinten liegend = dorsal
postoperativ - nach der Operation
präoperativ - vor der Operation
Prävention - Vorbeugen
Primärkrümmung - auch Hauptkrümmung genannt. Eine Skoliose setzt sich aus einer Primär- und Sekundärkrümmung zusammen. Die Primärkrümmung ist die stärker ausgeprägte Krümmung bei einer Skoliose.
Primärstabil - sofort stabil, ohne Fremde Hilfe
Progredienz - Fortschreiten einer Erkrankung
Prolaps - siehe Bandscheibenvorfall
Prophylaxe - Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten.
proximal - zum Körper hin gelegen oder verlaufend.
pseudoradikulären Symptomatik - Krankheitszeichen die auf eine scheinbare Beteiligung von Nervenwurzeln hinweisen
Psychosomatik - Lehre von körperlichen Rückwirkungen auf seelische Einflüsse
Rachitis - auf Störungen des Vitamin-D-Stoffwechsels beruhende Erkrankung mit Skelettveränderungen.
radikuläre Symptomatik - die Nervenwurzel betreffend.
RBR - Rippenbuckelresektion
Reha - Abkürzung für Rehabilitation. Die Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems.
Release - amerikan. Begriff für: lösen, entspannen, freisetzen, öffnen, ausdrücken, loslassen
Resektion - operative Entfernung (z.B. des Rippenbuckels).
Rippental - Flache Seite des Rückens bei bestehendem einseitigen Rippenbuckel im Bereich der Brustwirbelsäule
Risserzeichen - Die Beckenkämme werden in einer Röntgenaufnahme dargestellt, je nach Ausprägung der Verknöcherung der Beckenkammapophysen kann auf das weitere Skelettwachstum geschlossen werden. Es gibt die Stadien 0-5, wobei Risser, Stadium 5 bedeutet, dass die Apophysen des Beckenkamms komplett verknöchert sind und damit das Wachstum abgeschlossen ist.
Röbi - Umgangssprache für Röntgenbild
Rotation - Drehung
Sacrum - Kreuzbein
sagittal - von vorne nach hinten
sakral - zum Kreuzbein hin gelegen.
Sakralisation - asymmetrische Verschmelzung des 5. Lendenwirbels mit dem Kreuzbein.
Schober-Zeichen - ein Messverfahren für die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule.
Sekundäre Skoliose - als Folge einer anderen Erkrankung entstandene Skoliose.
Sekundärkrümmung - Eine Skoliose setzt sich aus einer Primär- und Sekundärkrümmug zusammen. Die Sekundärkrümmung ist die geringere Gegenkrümmung einer Skoliose.
sinister - links
SIR - Stationäre Intensivrehabilitation
skoliotisch - Skoliose betreffend, sich auf die Skoliose beziehend.
SMA-Staples - Technik zur Korrektur idiopathischer Skoliosen ohne Versteifung. Spezielle Klammern werden in die Konvexität der Wirbelsäule eingesetzt. Minimalinvasives Verfahren, unter endoskopischer Kontrolle. Die Klammern ziehen sich unter Einfluss von Körperwärme zusammen (von Dr. Randy Betz aus Philadelphia eingeführt).
Spinalkanal - Ist ein Hohlraum der durch die Wirbelkörper und den Wirbelbogen gebildet wird. Im Spinalkanal liegt das Rückenmark, dass zum Schutz und für die Ernährung von einer Flüssigkeit umgeben ist.
Spiraldynamik® - Ein anatomisch-funktionell begründetes dreidimensionales Bewegungs- und Therapiekonzept, das gesunde Bewegung erklärbar, erfahrbar und lehrbar machen soll. Sie wird in der Rehabilitation und der Prävention angewandt. Die neuen Bewegungsmuster sollen gezielt in den Alltag (Stehen, Gehen, Laufen, …) integriert werden. MEHR LESEN >> http://skolinale.de/konservative-therapie/spiraldynamik/
Spondylitis deformans - ist ein Sammelbegriff für degenerative Veränderungen an Wirbelkörpern (und Intervertebralräumen), die sich röntgenologisch als Unregelmäßigkeiten (z. B. Zacken, Erhebungen oder Randwülste) darstellen. Konkrete Angaben über den Zustand der Bandscheiben oder klinische Symptome sind damit nicht verbunden.
Spondylodese - Wirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der Wirbelsäule.
Spondylolisthesis - Abgleiten eines Wirbelkörpers.
Spondylolyse - Als Spondylolyse wird die Bildung eines Spalts im Gelenkfortsatz eines Wirbels bezeichnet. In den meisten Fällen (ca 80%) ist bei der Spondylolyse der 5. Lendenwirbel betroffen. Ursächlich kommen degenerative, entzündliche, tumoröse oder traumatische Erkrankung der Wirbelsäule in Frage.
Spondylose - Erkrankung der Wirbelsäule, es handelt sich dabei um degenerative Veränderungen der Wirbelkörper und Bandscheiben. Mit zunehmender Abnutzung der Bandscheiben nähern sich die Wirbelkörper einander und reagieren mit einer Randzackenbildung.
Steißbein - unterster Teil der Wirbelsäule, ist aus 4-5 Wirbeln verschmolzen und bietet Ansatzpunkte für Bänder und Muskulatur des Beckens.
superior - oben liegend, kranial.
Thoracolumbalskoliose - Brustkorb-Lendenwirbelverkrümmung mit 2 Bögen (Typ Double major)
Thorakalskoliose - Hauptkrümmung in der BWS
thorakolumbal - Übergang zwischen BWS und LWS
Thorax - Brustkorb bezeichnet. Die Wand des Thorax wird von Brustwirbelsäule, Brustbein und Rippen (knöcherner Thorax) sowie von Muskulatur gebildet. Er umschließt die Brusthöhle und, aufgrund der Kuppelform des Zwerchfells, auch den oberen Teil der Bauchhöhle.
TLIF - Transforaminalen lumbalen interkorporellen Fusion
Traktionsaufnahme - Der Patient wird im Liegen unter Zug geröntgt. Dabei wird der Patient an Kopf und Fuß durch zwei Personen auseinander gezogen bzw. gestreckt. Auf der Röntgenaufnahme kann die Restbeweglichkeit der Skoliose beurteilt werden.
VDSn - ventrale Derotationsspondylodese
Ventilationsstörung - Störung der Atmung
ventral - von vorne
Vertebra - med. Bezeichnung für Wirbel
Videorasterstereographie - dreidimensionale, strahlenfreie Vermessung der Wirbelsäule mittels eines Videorasterstereographen
Vojta - Krankengymnastische Behandlungsmethode
Wirbelsäule - Die Wirbelsäule als unser zentrales Achsenorgan stellt sich in der seitlichen Ansicht als eine doppelt S- förmige Säule dar, die sowohl dynamische als auch statische Aufgaben erfüllen muss. Sie gibt dem Körper eine stabile und bewegliche Stütze, die das Gewicht von Kopf, Rumpf und oberen Extremitäten trägt und das Rückenmark (medulla spinalis) und die Wurzeln der austretenden Rückenmarksnerven (nervi spinales) schützt. Durch verschiedene knöcherne Fortsätze an den Wirbelkörpern bietet die Wirbelsäule Ansatzpunkte für die dort ansetzende Rückenmuskulatur. Wirbelsäulenabschnitte, die Wirbelsäule ist aufgebaut aus: 7 Halswirbeln (vertebrae cervicales) 12 Brustwirbeln (vertebrae thoracicae) 5 Lendenwirbeln (vertebrae lumbales) 5 Kreuzbeinwirbeln (vertebrae sacrales), die zum Kreuzbein (os sacrum) verschmelzen 4-5 Steißbeinwirbeln (vertebrae coccygeae), die zum Steißbein (os coccygeum) verschmelzen
WS - Abkürzung für Wirbelsäule
WS a.p. i. St. - Wirbelsäulenganzaufnahme im Stehen, anterior-posterior heißt von vorne nach hinten aufgenommen.

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